Kartons ausgepackt, Möbel aufgebaut, Nachbarn begrüßt: Nach einem Umzug ist die Liste der Erledigungen lang. Neben der Anmeldung des Wohnsitzes gehört dazu ein Punkt, den viele erst spät angehen: das Auto. Denn auch die Fahrzeugzulassung muss die neue Adresse enthalten, und in Großstädten entscheidet sie zudem darüber, ob man vor der eigenen Haustür parken darf.
Die Pflicht zur Adressänderung
Halter sind verpflichtet, eine Adressänderung unverzüglich bei der Zulassungsstelle zu melden. Die neue Anschrift wird in der Zulassungsbescheinigung Teil I vermerkt. Wer das versäumt, riskiert ein Bußgeld, und wichtige Post wie Bescheide oder Anhörungen erreicht ihn womöglich nicht. In vielen Fällen lässt sich die Ummeldung mit der Wohnsitzanmeldung kombinieren oder online erledigen, eine Übersicht bietet der Beitrag zum Thema Auto online ummelden.
Darf das Kennzeichen bleiben?
Seit einigen Jahren dürfen Halter ihr bisheriges Kennzeichen bei einem Umzug in einen anderen Zulassungsbezirk behalten. Wer also aus Augsburg nach München zieht, kann weiter mit A-Kennzeichen fahren. Das spart Kosten für neue Schilder und Plaketten. Wer lieber ein Kennzeichen des neuen Wohnorts möchte, kann es trotzdem beantragen. Was beim Kennzeichen behalten nach dem Umzug gilt, sollte man vor dem Termin klären.
Bewohnerparken in der Großstadt
In vielen Innenstadtvierteln gilt Bewohnerparken. Einen Parkausweis bekommt nur, wer mit Hauptwohnsitz im Gebiet gemeldet ist und ein auf sich zugelassenes Fahrzeug vorweisen kann. Die Adresse in den Fahrzeugpapieren muss dabei stimmen. Für Mieter, die in ein Viertel mit Parkraummanagement ziehen, lohnt es sich, die Ummeldung des Autos zügig zu erledigen, um nicht wochenlang Parkgebühren zu zahlen.
Firmenwagen und Leasingfahrzeuge
Bei Firmen- und Leasingwagen ist meist nicht der Fahrer, sondern das Unternehmen oder die Leasinggesellschaft Halter. Eine Ummeldung ist dann nur nötig, wenn sich die Anschrift des Halters ändert. Für den Parkausweis verlangen Kommunen in diesem Fall eine Bestätigung, dass das Fahrzeug überwiegend privat genutzt wird.
Checkliste für Umziehende
- Wohnsitz beim Bürgeramt anmelden
- Adresse in der Zulassung ändern lassen
- Versicherung über die neue Anschrift informieren, da sich die Regionalklasse ändern kann
- Bewohnerparkausweis beantragen, falls nötig
Ein Umzug ist aufwendig genug. Wer das Auto von Anfang an auf der Liste hat, vermeidet Bußgelder und Parkärger und kommt schneller in der neuen Nachbarschaft an.



