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Haustypen

Bungalow kaufen — die Bauform mit der besten Alterstauglichkeit

Der Bungalow ist die Bauform, die im Alter nicht zum Problem wird: keine Treppe, alle Räume auf einer Ebene, meist breite Türen und ein direkter Zugang zum Garten. Genau deshalb ist die Nachfrage in den letzten Jahren stark gestiegen — und das Angebot bleibt knapp, weil ebenerdiges Bauen viel Grundstück verbraucht.

Warum der Quadratmeter mehr kostet

Ein Bungalow verteilt dieselbe Wohnfläche auf eine Ebene. Das bedeutet doppelt so viel Dachfläche und doppelt so viel Bodenplatte wie bei einem zweigeschossigen Haus gleicher Größe — die beiden teuersten Bauteile eines Hauses.

Dazu kommt der Grundstücksbedarf. In Regionen mit hohen Bodenrichtwerten ist das der eigentliche Kostentreiber und der Grund, warum Bungalows dort fast ausschließlich in älteren Siedlungsgebieten stehen.

Auf der Habenseite steht die Wartungsfreundlichkeit: Fenster putzen ohne Leiter, Dachrinnen erreichbar, keine Treppe, die irgendwann zum Hindernis wird. Für viele Käufer ist das der Grund, den Aufpreis bewusst zu zahlen.

Grundrisse, die funktionieren

Der klassische Winkelbungalow trennt Wohnen und Schlafen über zwei Schenkel und schafft dazwischen einen windgeschützten Außenbereich. Der Nachteil sind lange Flure, die Fläche kosten, ohne genutzt zu werden.

Kompakte Rechteckgrundrisse mit zentraler Erschließung sind flächeneffizienter, aber schwerer zu belichten. Ein Atrium oder Dachfenster im Kern löst das — beides ist bei älteren Objekten häufig anzutreffen und will auf Dichtheit geprüft werden.

Flachdach und Dämmung prüfen

Viele Bungalows der 1960er- und 1970er-Jahre haben Flachdächer. Deren Abdichtung hat eine begrenzte Lebensdauer; die entscheidende Frage lautet, wann sie zuletzt erneuert wurde und ob die Dämmung darüber oder darunter liegt.

Die großen Dachflächen sind zugleich die größte Wärmeverlustfläche. Ein ungedämmtes Flachdach ist der häufigste Grund für auffällig hohe Heizkosten in dieser Bauform — und zugleich der Posten mit dem besten Verhältnis von Sanierungskosten zu Einsparung.

Häufige Fragen

Sind Bungalows immer barrierefrei?

Ebenerdig heißt nicht automatisch barrierefrei. Entscheidend sind Türbreiten, schwellenlose Übergänge und ein Bad, in dem ein Rollstuhl wenden kann. Vieles davon lässt sich nachrüsten, aber nicht alles.

Haben Bungalows einen Keller?

Häufig nicht, was den Preis senkt und den Stauraum zum Thema macht. Prüfen Sie, ob Technik, Waschmaschine und Vorräte im Grundriss untergebracht sind.

Kann man einen Bungalow aufstocken?

Statisch oft schwierig, weil Fundament und Wände nicht dafür ausgelegt sind. Baurechtlich hängt es am Bebauungsplan. Ein Anbau in die Fläche ist meist der realistischere Weg.

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