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Haustypen

Reihenhaus kaufen — der Kompromiss, der oft der beste ist

Das Reihenhaus ist die günstigste Form, an ein eigenes Haus mit Garten zu kommen — und in vielen Städten die einzige, die für normale Einkommen noch erreichbar ist. Der Preis dafür sind gemeinsame Wände, ein schmaler Grundriss und eine Nachbarschaft, die man nicht ignorieren kann.

Mittelhaus, Endhaus, Doppelhaushälfte

Das Reihenmittelhaus hat zwei gemeinsame Wände und dadurch die geringsten Heizkosten der drei Varianten — es verliert Wärme nur über zwei Außenseiten. Es ist zugleich das dunkelste, weil Fenster nur nach vorn und hinten möglich sind.

Das Reihenendhaus kostet regelmäßig einen deutlichen Aufschlag: mehr Licht, oft mehr Garten, Fenster an drei Seiten. Es trägt aber auch mehr Fassade, mehr Wärmeverlust und mehr Instandhaltung.

Bei der Doppelhaushälfte ist nur eine Wand geteilt. Sie liegt preislich meist zwischen Reihenendhaus und freistehendem Haus und ist der häufigste Kompromiss, wenn das Grundstück für zwei Bauherren geteilt wurde.

Schallschutz und Baujahr

Der wichtigste Qualitätsunterschied zwischen Reihenhäusern ist der Trennwandaufbau. Zweischalige Wände mit durchgehender Trennfuge dämpfen deutlich besser als einschalige. Bei Bauten der 1960er- und 1970er-Jahre ist eine einschalige Ausführung verbreitet — hörbar bei Gesprächen und Treppengeräuschen.

Prüfen lässt sich das nur vor Ort und am besten zu einer Zeit, in der die Nachbarn zu Hause sind. Eine Besichtigung am Sonntagvormittag ist aussagekräftiger als eine am Dienstagmittag.

Ein zweites typisches Thema der älteren Baujahre ist die gemeinsame Dachfläche: Wird das Dach der Zeile abschnittsweise saniert, entstehen Anschlussdetails, die dauerhaft dicht bleiben müssen. Eine abgestimmte Sanierung der ganzen Zeile ist technisch besser und meistens auch günstiger.

Was mit den Nachbarn geregelt sein muss

Grenzbebauung, gemeinsame Zuwegung, Stellplätze, Müllplatz und manchmal eine gemeinsame Heizzentrale: In Reihenhaussiedlungen gibt es fast immer Rechte und Pflichten, die im Grundbuch als Dienstbarkeit eingetragen sind. Lassen Sie sich Abteilung II des Grundbuchauszugs vor dem Kauf zeigen und erklären.

Nicht eingetragene Absprachen — wer den Zaun streicht, wer den Weg räumt — sind Gewohnheitsrecht ohne Bestand. Beim Eigentümerwechsel beginnen solche Themen erfahrungsgemäß von vorn.

Häufige Fragen

Ist ein Reihenmittelhaus schwerer weiterzuverkaufen?

Nein, es ist der gängigste Typ und in gefragten Lagen sehr liquide. Der Wiederverkaufspreis liegt lediglich systematisch unter dem eines Endhauses derselben Zeile.

Darf man ein Reihenhaus anbauen oder aufstocken?

Das hängt vom Bebauungsplan ab, der für die gesamte Zeile gilt, und häufig zusätzlich von der Zustimmung der Nachbarn. Vor dem Kauf beim Bauamt nachfragen, wenn Sie konkrete Pläne haben.

Wie hoch ist der Aufpreis für ein Endhaus?

Je nach Region und Grundstückszuschnitt bewegt er sich meist im niedrigen zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem Mittelhaus derselben Zeile.

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