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Portale, Makler & Suche

Immobilienangebote von Banken und Sparkassen

Sparkassen, Volksbanken und Bausparkassen betreiben eigene Immobilienvermittlungen. Sie sind in vielen Regionen unter den größten Anbietern, tauchen in bundesweiten Portalen aber weniger prominent auf als spezialisierte Makler — und werden von Suchenden deshalb übersehen.

Wie diese Vermittlung entsteht

Banken erfahren früh von Verkaufsabsichten: bei Finanzierungsanfragen, Erbfällen, Umschuldungen und Ablösungen. Objekte kommen deshalb häufig zuerst in die hauseigene Vermittlung, bevor sie öffentlich inseriert werden.

Rechtlich handelt es sich um eine Maklertätigkeit einer Tochtergesellschaft oder Beteiligung. Die Provisionsregeln sind dieselben wie bei anderen Maklern, einschließlich der geteilten Provision bei Wohnimmobilien an Verbraucher.

Vorteil für Käufer ist die Nähe zur Finanzierung: Bewertung, Objektunterlagen und Kreditprüfung liegen im selben Haus, was den Ablauf beschleunigen kann.

Worauf zu achten ist

Die Bündelung von Vermittlung und Finanzierung ist bequem und schränkt den Vergleich ein. Holen Sie mindestens ein unabhängiges Finanzierungsangebot ein, bevor Sie unterschreiben — die Zinsunterschiede sind über zwanzig Jahre erheblich.

Die Wertermittlung der Bank dient primär der Beleihung, nicht Ihrer Kaufentscheidung. Ein Beleihungswert liegt planmäßig unter dem Marktwert und ist keine Aussage über den angemessenen Kaufpreis.

Fragen Sie nach dem Objektbestand, der nicht öffentlich inseriert ist. Gerade in ländlichen Regionen laufen dort Objekte über Vormerklisten.

Zwangsversteigerte und übernommene Objekte

Über Banken werden gelegentlich Objekte angeboten, die aus Verwertungen stammen. Diese sind oft zügig zu haben, aber ohne Gewährleistung und teils ohne Innenbesichtigung.

Prüfen Sie den Grundbuchstand besonders sorgfältig: Lasten, Rechte Dritter, laufende Verfahren. Der Notar klärt das, aber die Entscheidung trifft der Käufer.

Häufige Fragen

Sind Bankangebote günstiger?

Nicht systematisch. Preisvorteile entstehen eher durch früheren Zugang zu Objekten als durch niedrigere Preise.

Muss man dort auch finanzieren?

Nein. Vermittlung und Finanzierung sind rechtlich getrennt; eine Kopplung wäre unzulässig.

Was ist mit Bausparkassenangeboten?

Bausparkassen betreiben ebenfalls Immobilienvermittlungen mit regionalen Beständen. Der Zugang läuft meist über die örtlichen Berater.

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