Portale, Makler & Suche
Immobilien in Kleinanzeigenportalen — der private Teil des Marktes
Kleinanzeigenportale bilden den Teil des Marktes ab, den professionelle Portale nur unvollständig erfassen: private Vermieter, Eigentümer ohne Makler, Nachmietergesuche und Objekte in kleinen Orten. Das macht sie wertvoll — und zugleich zum bevorzugten Ort für Betrugsversuche.
Was dort zu finden ist
Der Schwerpunkt liegt bei Mietwohnungen von privat, Nachmietergesuchen, WG-Zimmern, Garagen und Stellplätzen sowie Häusern in ländlichen Regionen, für die sich eine Maklervermarktung nicht lohnt.
Weil das Inserieren wenig oder nichts kostet, sind auch Objekte vertreten, die in kostenpflichtigen Portalen nie erscheinen würden — darunter Nischen wie Wochenendgrundstücke, Scheunen oder Bauplätze.
Neben dem großen Anbieter, der seit einigen Jahren ohne den früheren Markennamen firmiert, gibt es regionale Kleinanzeigenmärkte, teils von Verlagen betrieben. In deren Verbreitungsgebiet ist ihr Immobilienteil oft überraschend groß.
Betrugsmaschen erkennen
Das klassische Muster: attraktive Wohnung, deutlich zu günstig, Vermieter angeblich im Ausland, Schlüssel gegen Vorauszahlung über einen angeblichen Treuhandservice. Es gibt keinen seriösen Grund, vor einer Besichtigung zu zahlen.
Weitere Warnzeichen sind Fotos, die per Bildersuche anderswo auftauchen, fehlende Angaben zu Energieausweis und Adresse, Kommunikation nur per Messenger und Druck durch angeblich viele Interessenten.
Fordern Sie eine Besichtigung mit dem Verfügungsberechtigten und lassen Sie sich vor Ort einen Ausweis zeigen. Bei Kaufobjekten gehört ein aktueller Grundbuchauszug zur Grundlage — und die Beurkundung findet immer beim Notar statt.
Wirkungsvoll kontaktieren
Private Anbieter erhalten viele knappe Standardanfragen. Eine kurze Nachricht mit Haushaltsgröße, Beruf, gewünschtem Einzugstermin und der Bereitschaft, Unterlagen sofort zu senden, hebt sich deutlich ab.
Wer als Anbieter inseriert, sollte die Adresse nicht vollständig veröffentlichen, keine Innenaufnahmen mit persönlichen Gegenständen zeigen und Besichtigungen nicht allein durchführen. Beides schützt vor Missbrauch der Anzeige.
Häufige Fragen
Sind Kleinanzeigen für Immobilien seriös?
Die Plattformen ja, ein Teil der Anzeigen nicht. Wer nie vor einer Besichtigung zahlt und Verfügungsberechtigung prüft, ist gut geschützt.
Kostet das Inserieren etwas?
Basisanzeigen sind meist kostenlos oder günstig, Zusatzoptionen für Reichweite kosten. Für gewerbliche Anbieter gelten eigene Tarife.
Muss auch dort der Energieausweis angegeben werden?
Ja. Bei kommerziellen Immobilienanzeigen sind Pflichtangaben aus dem Gebäudeenergiegesetz vorgeschrieben; fehlen sie durchgängig, ist das ein Hinweis auf einen unseriösen Anbieter.
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