Haustypen
Mobilheim kaufen — günstig, aber kein Grundbesitz
Mobilheime und Chalets auf Ferienparks sind eine preiswerte Form des Zweitwohnsitzes — aber wirtschaftlich näher am Wohnwagen als am Haus. Sie kaufen ein Gebäude, nicht den Boden darunter, und Ihre Rechte hängen fast vollständig am Stellplatzvertrag.
Was Sie kaufen und was nicht
Sie erwerben das Mobilheim als bewegliche Sache. Der Platz darunter wird gepachtet oder gemietet, meist mit Laufzeiten von einem bis fünf Jahren und Verlängerungsoptionen. Wird der Vertrag nicht verlängert, muss das Heim weichen — Transportkosten inklusive.
Das bedeutet auch: Kein Grundbucheintrag, keine Grundschuld, keine klassische Immobilienfinanzierung. Banken finanzieren Mobilheime als Konsumkredit, wenn überhaupt.
Prüfen Sie vor dem Kauf, ob der Platzbetreiber beim Weiterverkauf mitverdient. Viele Verträge sehen vor, dass ein Verkauf nur über den Platz oder gegen Provision möglich ist — das schmälert den Erlös erheblich.
Laufende Kosten
Stellplatzmiete, Nebenkosten für Wasser, Abwasser und Strom, Winterdienst, Instandhaltungspauschalen und teils Kurtaxe. In der Summe ergibt sich ein Jahresbetrag, der bei attraktiven Anlagen die Größenordnung einer kleinen Wohnungsmiete erreicht.
Dazu kommt die Instandhaltung des Heims selbst: Dach, Fenster, Unterboden. Mobilheime altern schneller als Massivbauten, insbesondere an den Anschlüssen zwischen Dach und Wand.
Dauerwohnen ist meist ausgeschlossen
Die meisten Ferien- und Campingplätze sind baurechtlich für Erholungsnutzung gewidmet. Ein Hauptwohnsitz ist dort in der Regel nicht zulässig, auch wenn faktisch dauerhaft gewohnt wird.
Wer eine dauerhafte Wohnlösung sucht, ist mit einer kleinen Eigentumswohnung wirtschaftlich fast immer besser aufgestellt: vergleichbare monatliche Belastung, aber ein Vermögenswert am Ende.
Häufige Fragen
Wie lange hält ein Mobilheim?
Bei guter Pflege zwanzig bis dreißig Jahre. Der Wert sinkt dabei kontinuierlich, ähnlich wie bei einem Fahrzeug.
Kann man ein Mobilheim vermieten?
Nur wenn der Platzbetreiber es erlaubt. Viele Anlagen behalten sich die Vermietung selbst vor oder verlangen eine Beteiligung.
Zahlt man Grunderwerbsteuer?
Nein, weil kein Grundstück erworben wird. Dafür gibt es auch keine Absicherung im Grundbuch.
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