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Kosten & Steuern

Nebenkosten beim Hauskauf — auch die, an die keiner denkt

Beim Hauskauf gibt es drei Sorten Nebenkosten: die Erwerbsnebenkosten beim Kauf, die einmaligen Kosten kurz danach und die laufenden Kosten, die viele Kalkulationen erst im zweiten Jahr einholen.

Beim Kauf

Grunderwerbsteuer nach Bundesland, Notar und Grundbuch mit etwa eineinhalb bis zwei Prozent, gegebenenfalls der Courtageanteil. Zusammen sieben bis zwölf Prozent des Kaufpreises.

Dazu kommen kleinere Posten, die selten eingeplant werden: Kosten für die Bereitstellung der Bankunterlagen, gegebenenfalls ein Wertgutachten der Bank und Gebühren für die Löschung alter Grundschulden.

Kurz nach dem Kauf

Umzug, Renovierung, neue Küche, Anpassungen an Elektrik oder Sanitär, Gartengeräte. Bei einem Bestandshaus kommen realistisch fünf- bis niedrige fünfstellige Beträge zusammen, bevor das Haus so ist, wie man es sich vorgestellt hat.

Wer diesen Puffer nicht einplant, finanziert die ersten Arbeiten zu Konsumkreditkonditionen — das ist der teuerste Weg.

Laufend

Grundsteuer, Gebäudeversicherung, Müll, Wasser und Abwasser, Straßenreinigung, Schornsteinfeger, Strom und Heizung. Bei einem Einfamilienhaus summiert sich das schnell auf mehrere hundert Euro im Monat.

Hinzu gehört eine Instandhaltungsrücklage. Als Faustwert werden ein bis eineinhalb Euro je Quadratmeter Wohnfläche und Monat genannt — bei 140 Quadratmetern also rund 140 bis 210 Euro monatlich.

Die Rechnung, die trägt

Eine belastbare Kalkulation stellt der Monatsrate nicht die bisherige Miete gegenüber, sondern Miete plus bisherige Nebenkosten — und rechnet auf der Kaufseite Rate, laufende Kosten und Rücklage zusammen.

Erst dieser Vergleich zeigt, ob der Kauf tragbar ist. Er fällt regelmäßig weniger günstig aus als die reine Gegenüberstellung von Rate und Kaltmiete.

Häufige Fragen

Wie hoch sollte die Instandhaltungsrücklage sein?

Verbreitet sind ein bis eineinhalb Euro je Quadratmeter und Monat. Bei älteren Häusern mit anstehenden Maßnahmen an Dach, Fenstern oder Heizung sollte deutlich mehr zurückgelegt werden.

Sind die Nebenkosten beim Neubau niedriger?

Die laufenden ja, weil Energieverbrauch und Instandhaltung geringer ausfallen. Die Erwerbsnebenkosten sind identisch, dafür entfällt beim Kauf vom Bauträger häufig die Courtage.

Was kostet ein Haus im Monat insgesamt?

Ohne Finanzierung sind bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus je nach Zustand und Energiestandard grob 500 bis 900 Euro monatlich für laufende Kosten und Rücklage anzusetzen.

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